Janis V. Montreau | Autorin

Dem Unsichtbaren eine Stimme geben.

Meine MissionIch finde Worte für das, was im Verborgenen geschieht:
Gewalt, die keine Spuren auf der Haut hinterlässt, aber Biografien zerlegt, Menschen aushöhlt und Leben nachhaltig beeinträchtigt.
Ich mache sichtbar, was allzu oft übersehen wird – und stelle jene kulturellen und juristischen Leerstellen infrage, in denen diese Gewalt geduldet, relativiert oder gar rechtfertigt wird.

Ich schreibe über das, was sich dem Blick entzieht – und sich der Benennung oft noch hartnäckiger widersetzt.

Ohnmacht / Exposed / Sans Recours sind aus dem inneren Drang entstanden, dem Unsichtbaren Sprache zu verleihen: Allen Formen von Gewalt, die ohne äußere Spuren existieren und doch ganze Menschenleben vernichten.
Mein Schreiben befragt die kulturellen und rechtlichen Grauzonen, in denen diese Gewalt fortbestehen kann und folgt dabei einer genauen Aufmerksamkeit für Machtverhältnisse und psychologische Strömungen und wie sich diese auf ein Menschenleben auswirken.

Über dieses Buch.

Ohnmacht ist ein fiktionales Werk, das aus gelebten Realitäten hervorgeht. Der Text bildet keinen einzelnen Fall ab, sondern verdichtet Erfahrungen, die häufig nicht als Gewalt erkannt werden – gerade weil sie ohne sichtbare Verletzungen, ohne dramatische Kulmination auskommen.Der Roman richtet den Blick nicht auf das Ereignishafte, sondern auf kontinuierliche Entwertung und Kontrolle:
Schweigen, Selbstentfremdung, der Verlust epistemischer Sicherheit – das Unvermögen, der eigenen Wahrnehmung zu trauen. Diese Wirkungen sind strukturell, nicht episodisch. Sie verstümmeln Identität, beschneiden Autonomie und bestimmen den Verlauf eines Lebens, ohne je spektakulär gewesen zu sein.

Wie ich schreibe

Mein Schreiben ist von psychologischer Genauigkeit und erzählerischer Präzision geprägt. Es widersetzt sich der Versuchung, Erfahrung zu vereinfachen oder zu etikettieren. Stattdessen richtet es den Blick auf das Unscheinbare, auf das Verdrängte – und auf das, was bewusst verdreht oder neu erzählt wird.Ich schreibe über das, worüber nicht gesprochen wird – über den Punkt, an dem das Schweigen die Regie übernimmt und Leben allmählich verschwinden lässt.

Schreiben

Ohnmacht und sein zweiter Band sind aus dieser Haltung heraus entstanden.Nicht alle meine Bücher werden so sein.Ich schreibe Fiktion mit viel Sorgfalt. Mit Aufmerksamkeit für Sprache und ihre Macht. Dafür, wie Bedeutung zugeschrieben, verschoben oder entzogen wird. Und für Mechanismen, die Leben brechen, verbiegen oder ganz auslöschen können.